June 20, 2003

Hollywood Homicide

Bagel auch,

kommt mir vor, als haette ich Ewigkeiten keinen Film mehr gesehen. Naja, heute isses endlich wieder soweit: Hollywood Homicide von Ron Shelton, der mich schon seinerzeit mit "Play it to the bone" entgeistert hat.

Wenigstens hab ich vorher einhellig gehoert, dass der Film sehr flach sein soll. Naja, ab und zu bewahrheiten sich irgendwelche Prophezeihungen nicht. Hier schon.

Ron Shelton ist ja eher fuer seine Sport-Inszenierungen bekannt. Play it to the bone war z.B. ein langweiliger Film mit einem ausgedehnten, interessant gefilmten Boxkampf am Schluss. Hollywood Homicide ist ein langweiliger Film ohne einen ausgedehnten, interessant gefilmten Boxkampf am Schluss.

Die Schauspieler: Harrison Ford ist wie immer. Josh Hartnett leider auch. Der ist ja so 'ne Art Jungversion von Ben Affleck, den ich nun mal gar nicht leiden kann. In diesem Film sieht er besonders affig aus, und seine saubloede, viel zu tief geratene Stimme hilft da auch nicht viel weiter. Manchmal glaube ich, dass er schon 'ne Kehlkopfoperation hinter sich hat. Am coolsten fand ich Josh Hartnett eigentlich noch in Ron Hilton's abridged script von Pearl Harbor als einsilbigen, debilen Dooferl.

Wie auch immer. Zum Plot. PLOT?! Ich glaube, was davon mitgekriegt zu haben, dass Ford & Hartnett einen ganz toll skrupellosen Plattenlabel-Boss jagen. Wissen sie aber nicht, weil sie eigentlich nur nen Mord aufklaeren wollen und kaum Spuren haben und auch sonst irgendwie kaum Detektivarbeit betreiben.

Viel mehr Zeit geht fuer den Nebenplot drauf. Ist eigentlich kein Plot, sondern Gimmick: Harrison Ford ist nebenberuflich Immobilienhaendler, und verbringt eigentlich die meisten Minuten am Handy mit unsagbar bloeden Klingelton, wo er staendig versucht, ein Haus zu verkaufen. Und mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat das - rein gar nichts. Nichts. Kein Twist am Schluss, mit dem ploetzlich diese Immobiliengeschichte ploetzlich irgendeinen entscheidenen Hinweis bringt. Nichts. Nur wird irgendwie jeder Charakter in irgendwelche Hausverkaeufe verwickelt, aber das tut nichts zur Sache.

Ueberhaupt... der Film ist die meiste Zeit einfach lahm. Es tut sich kaum was, und irgendwie reisst einen die Geschichte ja mal ueberhaupt nicht mit. Der Schnitt, der oft reichlich unpassende Shots zusammenfuehrt, tut da sein uebriges. Der Film versucht wohl, von seinen "Gags" zu leben, diese beschraenken sich aber auf ultraflaeche, uralte wiedergekaeute Kalauer, ueber die wirklich keiner mehr lachen kann.

Spaeter dann - als dann ploetzlich die beiden den boesen auf der Spur sind - geht's dann los mit (zugegebenermassen gut ausgefuehrten) Verfolgungsjagden und Kram. Auch wenn alles nicht so recht Sinn ergibt. Die Guten finden die Boesen dank einer Hellseherin (da ist den screenwritern wohl ECHT nix mehr eingefallen), und die Boesen fangen an, auf die guten zu schiessen (aeh? Warum?), und alles wird irgendwie hektisch und ergibt umso weniger Sinn.

Ganz, ganz wenige gute Szenen kommen im Film vor. Und lustig fand ich noch, dass endlich mal jemand vom 15. Stock in einen Muellcontainer faellt, in dem KEIN Muell ist.

Naja, um das Anti-Vergnuegen perfekt zu machen, ist der Film PG-13, was auch noch die Action auf Kinderniveau schrumpft. Und Tschuess.

Posted by ebomike at June 20, 2003 06:47 AM

Comments

: Bagel auch,: kommt mir vor, als haette ich Ewigkeiten keinen Film mehr gesehen. Naja, heute isses endlich wieder soweit: Hollywood Homicide von Ron Shelton, der mich schon seinerzeit mit "Play it to the bone" entgeistert hat.: Wenigstens hab ich vorher einhellig gehoert, dass der Film sehr flach sein soll. Naja, ab und zu bewahrheiten sich irgendwelche Prophezeihungen nicht. Hier schon.: Ron Shelton ist ja eher fuer seine Sport-Inszenierungen bekannt. Play it to the bone war z.B. ein langweiliger Film mit einem ausgedehnten, interessant gefilmten Boxkampf am Schluss. Hollywood Homicide ist ein langweiliger Film ohne einen ausgedehnten, interessant gefilmten Boxkampf am Schluss.: Die Schauspieler: Harrison Ford ist wie immer. Josh Hartnett leider auch. Der ist ja so 'ne Art Jungversion von Ben Affleck, den ich nun mal gar nicht leiden kann. In diesem Film sieht er besonders affig aus, und seine saubloede, viel zu tief geratene Stimme hilft da auch nicht viel weiter. Manchmal glaube ich, dass er schon 'ne Kehlkopfoperation hinter sich hat. Am coolsten fand ich Josh Hartnett eigentlich noch in Ron Hilton's abridged script von Pearl Harbor als einsilbigen, debilen Dooferl.: Wie auch immer. Zum Plot. PLOT?! Ich glaube, was davon mitgekriegt zu haben, dass Ford & Hartnett einen ganz toll skrupellosen Plattenlabel-Boss jagen. Wissen sie aber nicht, weil sie eigentlich nur nen Mord aufklaeren wollen und kaum Spuren haben und auch sonst irgendwie kaum Detektivarbeit betreiben.: Viel mehr Zeit geht fuer den Nebenplot drauf. Ist eigentlich kein Plot, sondern Gimmick: Harrison Ford ist nebenberuflich Immobilienhaendler, und verbringt eigentlich die meisten Minuten am Handy mit unsagbar bloeden Klingelton, wo er staendig versucht, ein Haus zu verkaufen. Und mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat das - rein gar nichts. Nichts. Kein Twist am Schluss, mit dem ploetzlich diese Immobiliengeschichte ploetzlich irgendeinen entscheidenen Hinweis bringt. Nichts. Nur wird irgendwie jeder Charakter in irgendwelche Hausverkaeufe verwickelt, aber das tut nichts zur Sache.: Ueberhaupt... der Film ist die meiste Zeit einfach lahm. Es tut sich kaum was, und irgendwie reisst einen die Geschichte ja mal ueberhaupt nicht mit. Der Schnitt, der oft reichlich unpassende Shots zusammenfuehrt, tut da sein uebriges. Der Film versucht wohl, von seinen "Gags" zu leben, diese beschraenken sich aber auf ultraflaeche, uralte wiedergekaeute Kalauer, ueber die wirklich keiner mehr lachen kann.: Spaeter dann - als dann ploetzlich die beiden den boesen auf der Spur sind - geht's dann los mit (zugegebenermassen gut ausgefuehrten) Verfolgungsjagden und Kram. Auch wenn alles nicht so recht Sinn ergibt. Die Guten finden die Boesen dank einer Hellseherin (da ist den screenwritern wohl ECHT nix mehr eingefallen), und die Boesen fangen an, auf die guten zu schiessen (aeh? Warum?), und alles wird irgendwie hektisch und ergibt umso weniger Sinn.: Ganz, ganz wenige gute Szenen kommen im Film vor. Und lustig fand ich noch, dass endlich mal jemand vom 15. Stock in einen Muellcontainer faellt, in dem KEIN Muell ist.: Naja, um das Anti-Vergnuegen perfekt zu machen, ist der Film PG-13, was auch noch die Action auf Kinderniveau schrumpft. Und Tschuess.

Posted by: sara at July 6, 2003 07:33 AM

hi. wollte nur mal sagen das du ein kompletter vollidiot bist und wahrscheinlich selbst voll scheiße aussiehst. es tut mir ja schon leid das ich überhaupt auf diese seite gestoßen bin und sie mir überhaupt durchgelesen habe. und vor allem tut es mir leid das ich hier meine zeit verplempere diesen brief zu schreiben, aber sorry das kann ich mir einfach nicht gefallen lassen.

Posted by: sara at July 6, 2003 07:37 AM

[in response to sara at 07/06/2003 07:37:17]
Haha... sieht aus, als haette ich einen treuen Josh Hartnett-Fan beleidigt. Mwahaha...

Posted by: milka at July 14, 2003 07:37 AM
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