Ist ja inzwischen Trend, Schauspieler durch close-ups und schnelles editing zu Martial-Arts-Experten zu schminken. Genauso wie Jason Statham ploetzlich Super-Rennfahrer in "The Transporter" war, siehe meinen Bericht.
Aber The Transporter ist zu Ronin, was Bulletproof Schmonz zu einem echten Martial Arts-Film ist. Oder wenigstens einem Jackie Chan/Jet Li-Film aus den mittleren 90ern. Diese Schummelei mit dem schnellen Schneiden ist viel zu offensichtlich.
Auch Chow Yun Fat ist kein Martial Arts-Experte, der macht ja sonst auch eher Geballer (The Killer von John Woo - das waren noch Zeiten) oder Extreme-Wire-Fu, wo es eh nicht mehr drauf ankommt, dass es irgendwie noch echt aussieht (Crouching Tiger, Hidden Dragon).
Und was bietet der Film sonst? Nichts. Flache Witze. PG-13 Gewalt. Grmpflsx.
Omg, ich sehe gerade, dass Hoerr Scott an "Seriously dude, where's my car?" dreht. Lol?
huch, schon wieder so ein Kontroversen-Hype. Naja, Rob Zombies Versuch eines Films. Urspruenglich von den Studios geaechtet, da sie sich ueberzeugt waren, dass er ein wenig werbewirksames NC-17-Rating kriegt. Jetzt, drei Jahre nachdem er abgefilmt wurde kommt er in die Kinos, mit einem R-Rating.
Soll ein Horror-Film sein - Rob Zombie ist ja bekennender Horrorfilm-Freak, und schon der Anfang ist eigentlich eine Hommage an die Horror-Shows aus den 70ern. Der ganze Film spielt an Halloween in den 70ern.
Also erst mal muss ich sagen, dass der Film erstaunlich ruhig ist. Oder langweilig? Ah, genau, das ist das Wort: Langweilig. Gut, plotmaessig passiert nicht viel, aber die langen Phasen zwischen den Punkten, an denen sich der Plot voranmueht, ziehen sich wie Kaugummi. Da passiert nix! Nicht mal irgendwelche random acts of senseless violence, die den Film aufheitern wuerden.
Ueberhaupt - alle paar Sekunden wird irgendwelches super-koerniges Video-Material reinmontiert. Das wird irgendwann so richtig laestig.
Der ganze Film ist voellig bizarr, was ja eigentlich gut ist. Aber leider haelt den Film nichts. Es gibt nichts, was ihn irgendwie gut macht. Wenn ich einen Film schaue, hab ich staendig mein Film-Rating im Kopf. Bei der ersten Szene wars bei 8 von 10... und ging dann bestaendig bergab, bis ich am Schluss nur noch ne 2 rausbringen konnte.
2, wofuer? Nun, die (zwei!!) directors of photography saugen nicht. Der Film ist extrem farbenfroh, schon der allererste Shot ist wunderschoen - sattes blau kombiniert mit etwas rot, und als die Kamera rausfaehrt, kommt viel gruen dazu. An einer Stelle kommt eine kreischende Aktoresse, ganz in blau angestrahlt, in einen voellig gelben Raum. Auch das Setdesign ist irgendwie putzig.
Aber die Gewalt? Hey, ich dachte, das ist ein hochbrutaler Film, der an die NC-17-Grenze geht. Aber nee, nix is. Wenn sich schon mal etwas Gewalt irgendwo zwischen den ganzen gaehnenden Leer-Phasen verirrt, dann ist die meistens mit besagten Video-Effekten dermassen verfremdet, dass man nichts erkennt. Und bamm, invers, bamm, Farbverfremdung, bamm, bamm. Nicht mal eine einfache Erschiessung kriegt Hoerr Zombie hin, ohne die Szene voellig zu verfrizzeln.
Wenn der Film besser waere, wuerde ich sagen, dass man die alte Schule merkt: Im ganzen Film gibt's praktisch nicht einmal Zeitlupe. Nur Video-Effekterei. Bei Better Luck Tomorrow (siehe gestrige Mail) dagegen gibt's oft schnell-langsam-schnell-langsam-Gefuzzel.
Dann diese Rumexperimentiererei. An einer Stelle kommt ein Boesie und haelt einen Polizisten at gunpoint. Oh, warte... die Stelle davor. Statt dem ueblichen Rob Zombie Industrial-Gedroehn kommt ploetzlich jodelnde Volksmusik, waehrend die Boesis zwei Zivilisten plattmachen. Dann kommt eben besagter Boesie und haelt jenen Polizisten at gunpoint. Die beiden bewegen sich absolut nicht - Polizist haelt Haende oben, Boesie drueckt Polizist Pistole an die Stirn. Die Musik hoert auf, Kamera pullt aus. Es ist totenstill, absolut kein Geraeusch, fuer mehr als 15 Sekunden (das habe ich in keinem anderen Film bis jetzt gesehen - Rekord war 7 Sekunden bei Romeo + Juliet, und selbst das war schon sehr seltsam). Dann, endlich, drueckt Boesie ab und Rauch (kein Blut) kommt. Toll. Sowas wahlloses.
Also wirklich. Hilfe auch. Nein sowas. Was denken sich die Leute.
Wie gesagt, will den Film nicht unnoetig schlechtmachen. Er hat schon einige lustige Stellen und gute Gags, aber im grossen und ganzen ist es einfach kein zusammenhaengendes Werk. Es gibt viele Szenen, die man komplett rausstreichen koennte. Die Stelle im Kloster z.B., die du im Trailer gesehen hast - wozu? War zwar halbwegs haha, aber hatte den Plot echt nicht vorangetrieben.
Oh, und viele Gastauftritte von Leuten (eben wieder z.B. das Kloster - einfach nur, um John C. Reilly zu praesentieren). Die Schluss-Szene (mit Rudy Guilliani!) ist recht arm, und der grosse "Twist" war eigentlich voellig vorhersehbar. Chris hatte es nicht erraten, aber ich hatte das schon stark im Gefuehl - wenn man sich den Anfang genau anschaut, ist es eigentlich schon klar. Und den Epilog fand ich beschissen.
Nja... also.. im Kino muss man ihn nicht sehen. Aber fuer einen lustigen Videoabend reicht der wohl noch.
Bin also heute ins Kino - und das fast ausverkaufte grosse Kino war fast vollstaendig von Asiaten besetzt. Ich kam mir echt etwas fremd vor.
Es gab auch eine Einleitung von der Produzentin und der female Hauptrolle, die etwas mehr ueber den Hintergrund vom Film erzaehlt haben (ausserdem haben sie zur Party in San Diego abends eingeladen - freier Eintritt mit Kinokarte! War mir aber zu bloed, nach Downtown zu fahren).
Aaalso... weiss nicht, wieviel du darueber weisst, also einfach mal alles: Ist ein Indie-Film von Justin Lin. Der hat alles Geld zusammengekratzt und einfach den Film gedreht, groessenteils in Orange County (liegt zwischen Los Angeles und San Diego), teilweise auch in Alhambra (dem China-Town von Los Angeles) und Las Vegas.
MTV Films hat das Projekt dann aufgenommen. Der Film kam ins Sundance Festival und wurde riesig hoch gelobt. Jetzt kommt er erst mal in die major Kinos, und wenn er sich gut haelt (und das tut er bis jetzt), dann wird er weit verbreitet.
Das besondere am Film ist, dass er einen durchgehend asiatischen Cast hat, aber nix mit martial arts oder chinesischem Akzent zu tun hat. Die Leute sprechen alle fliessend Englisch und haben englische Namen (wie das hier so ueblich ist. Ein Kollege auf der Arbeit heisst z.B. auch Steve, obwohl sein Geburtsname Chun-Ta ist). Die female lead hat lustige Geschichten erzaehlt, als sie promo-Flyer fuer den Film verteilt haben. Die Leute haben echt daemliche Fragen gestellt, z.B. "ist das mit martial arts? Sind da Untertitel?"
Gehen wir langsam zum Film... es geht eigentlich um eine normale Geschichte. Das alles asiatisch ist, hat nichts direkt mit dem Plot zu tun. Ein wenig schon, aber eben nicht mit den stereotypischen Asien-Themen (martial arts, etc). Es gibt halt auch verflixt viele Asiaten hier in Suedkalifornien.
Die Geschichte ist nicht neu, aber trotzdem nett erzaehlt: Es geht um vier Buben auf dem Weg zum College, die sich etwas Geld nebenbei verdienen mit kleinen Gaunereien (die ueblichen Kinderspaesse... Sachen im Laden kaufen, auspacken, zukleben, zurueckgeben und refund verlangen). Das ganze artet ein wenig aus (cheat sheats fuer Wissenswettbewerbe verkaufen) und geht dann unweigerlich in die grosse Liga (Lagerraeume ausrauben, Drogenhandel).
Absolut genial sind die Kapitel: Der Protagonist, Ben, will seinen SAT (=Allgemeinbildungstest, der entscheidet, ob man aufs College kommt) verbessern. Dazu lernt er jeden Tag ein Wort aus dem Woerterbuch und lernt es auswendig samt Bedeutung.
Jedes Kapitel wird durch ein komplexes Wort und dessen Beschreibung eingeleitet.
Die Charaktere sind unterschiedlich und auch sehr schoen beschrieben. Allerdings fehlt mir irgendwie das Umfeld - man erfaehrt kaum was ueber die Eltern oder sonstige externe Elemente.
Und der Schluss - hmm. Der ist schon etwas mehr als abrupt und ultra-offen. Gut, die meisten Filme sind halt konventionell und gehen das normale Muster durch -- Jungs werden krasser, Jungs sterben langsam ab, Jungs sehen ihre Fehler ein und beenden ihre kriminelle Karriere. Sowas zum Beispiel. Das ergibt einen abgeschlossenen Film mit Moral und Kram. Aber hier eben nicht. Es baut sich auf, es gibt viele Konflikte und Probleme - aber das Ende laesst alles offen. Oder hab ich was verpasst?
Aber wie sichs fuer nen Indie-Film gehoert, viele interessante Kamerawinkel, Schnitte, Techniken. Das Material ist manchmal etwas blass, ganz selten auch mal unscharf, statt Steadycam bedient man sich auch mal einer normalen Wackelkamera, aber trotzdem sieht der Film sehr solide aus, ein paar Kleinigkeiten vielleicht ausgenommen.
Auf jeden Fall ein sehr interessanter Indie-Film.
DEBAGEL: aha. von dem hab ich ja noch gar nicht gehoert. erzaehl mal was.
Naja, ein Filmwerk afro-amerikanischer Art. Mit Ice Cube und so. Fand ich sehr nett.
Also... Ice Cube hat nen Friseursalon im Ghetto, das ist fast schon so 'ne Art Cheers oder so. Da geht halt Stammpersonal und Stammkundschaft ein und aus und quarkt ueber die neuesten Probleme und Ereignisse. Der Laden laeuft aber scheisse und Ice Cube verkauft ihn an einen Geldhai, der was andres draus machen will.
Ist einfach nett gemacht, ein angenehmer Film ohne peinliche Momente.. also kein Traenendruesel oder Moralgepolter oder Quatsch. Alles in ertraeglichem Rahmen.
DEBAGEL: tja. noch nichtmal von gehoert von diesem film. sowas.
DEBAGEL: ich hoffe ja... aber hier in d dauerts noch. nunja, vleicht zieh ich ihn ausm netz.
MEINT MILKA: Also bis zum ersten Hoehepunkt fand ich minority report wirklich sehr sehr fett. Wurde gegen Ende wie schon gesagt schlechter, und den Schluss fand ich dann nicht mehr so dolle, aber trotzdem. Sehenswert.
(Und dann.... ein halbes Jahr oder so, nachdem ich das geschrieben hab, kommt der Bagel ploetzlich mit dieser Mail an und enthuellt wohl, dass er meine Filmmails nie liest:)
will nicht viele worte verlieren, aber der Film ist sehenswert. Allein die ersten paar Minuten. super exposition, toll gefilmt, mitreissender (schnitt)rhythmus, knackige farben, sehr rasant und innovativ. wirklich bemerkenswert. ist aber auch ein bischen das problem des films (fuer mich jedenfalls), denn der rest des films neigt immer wieder stark dem konventionellen zu. nicht zu oft, man kann den film immer noch ohne probleme geniessen, aber auf einen weiteren hoehepunkt in dieser qualitaet wartet man vergebens. die erzaehlung zieht sich etwas, ist aber nie zu vorhersehbar und auch das ende bleibt lange offen.
dir duerfte gefallen das er nicht wirklich unblutig ist und kein blatt vor den mund oder die kamera nimmt wenn es der geschichte zutraeglich ist. auf jeden fall anschauen.
ach, und die sache mit dem hemd... aeh, hahn, ist wirklich cool. wie oft haben die das gefilmt? (nur um dir auch so eine frage in den kopf zu setzen)
DEBAGEL: die liste ist ja schon sehr durchwachsen. war brother nicht von Woo?
und Benjamins ist mit Puff Daddy oder so...
Nanana. Brother ist von Takeshi Kitano. Sein erster amerikanischer Film.
DEBAGEL: huch. na dann interessiert er mich auch. Takeshi ist cool. hab grad so ne BBC miniserie ueber japanische kultur gesehen, da hat er auch viel erzaehlt. und hab mittlerweile echt viele filme von und mit ihm. muss mal die zeit finden sie zu sehen.
MEINT MILKA: Sieh dir Brother an.
Spielt in LA, ist aber immer noch sehr japanisch angehaucht (die sprechen auch recht oft japanisch, und beim Rippen hab ich Untertitel nicht mit eingescholten. Dachte, die kommen automatisch. Hmpflsx! Wirkt aber irgendwie auch sehr interessant so). Sehr blutig. Sehr blutig. Und sehr ruhig. Guck dir unbedingt mal an. Ist von 2000.
DEBAGEL: ich kann dir da auf amazon 2 scheinbar ganz gute japanisch-lehrbuecher mit cd empfehlen. eines davon werde ich mir wohl jetzt mal bestellen.
MEINT MILKA: Ob das hilft? Selbst wenn ich weiss, dass "yume ga fukuramu" dies und jenes heisst, ist das nur bedingt nutzbringend, da alles japanisch gesprochene im Film nur nach "nuruschiiiiiiin!! hmwaraaaaaah!" klingt.
BAGEL WIRFT EIN:na das nehmen die sprachfuehrer doch bestimmt schon auf in ihrer aussprachuebung...
UND DER MILKA DANN:Das will ich sehen... ein Sprachfuehrer:
"Niriiiiiih! Mwiiaaaaaahhhh! => You have disturbed the ceremony."
"Wiiirrrhhh!! Raaaahhh!! Aahhhiiiiiiiaaaaaaa! => We will crush you."
ZURUECK ZU MILKA: Aber wie gesagt... sehr interessant trotzdem. Hab ihn wie gesagt erst mit, dann ohne Untertitel gesehen. Bei einer Szene weiss ich noch, wasse gesagt haben. Irgendwie fand ich die Szene ohne Untertitel viel cooler.
Der Film selbst (hastn schon gesehen?)... nett. Nix weltbewegendes, aber etwas old-school-thriller. Hat was von Assault On Precinct 13, den ich gerne mag. Ist weniger oberflaechliches Schock-Geschiss wie bei I Know What You Did Last Summer oder so, sondern eben mehr Spannung. Die Atmosphaere ist ganz geil. Allerdings wenig twistig verglichen mit sixth sense - alle Plotelemente werden auuuuuusfuuehrlich eexxttrraadeeuuttllich fuer jeedeen sichtbar gezeigt, aufgebaut und wiederholt, und am Ende werden sie halt zusammengeworfen. Kannst dir also einen Spass machen und alle 10 Minuten mal kurz stoppen und ueberlegen, wie's wohl ausgeht. Und dann am Ende gucken, ob du recht hattest.
ANMERKUNG: Die Antworten von Bagel bezogen sich nur auf den DLP. Aber dann, etwa 1 1/2 Monate spaeter, kam diese Mail:
DEBAGEL: grade signs (zum glueck daheim umsonst) gesehen. AAARRGGG... scheisse ohne ende... schlimm schlimm schlimm... ok, nette kamera, wenn auch aufdringlich, nette schauspieler und teilweise nette atmosphaere.
aber der Plot voelligst hanebuechen und fast alles geklaut bei viel besseren filmen... und was bitte sind das fuer daeeeeemliche aliens die mit unsichtbaren raumschiffen durchs all fliegen und dann zu fuss versuchen menschen einzeln wegzutragen und von HOLZtueren aufgehalten werden???? halllo!!!!
und was wollte uns der regisseur ueberhaupt mit dem scheisshaufen von einem film sagen? was sollte das ende? der wiedergefundene glaube? die komischen (angeblich sichel- und mondfoermigen loecher in der tuer am
ende) und so weiter und so fort...
Das Gegentueck zu Peacemaker - Clive-Owen-Verschnitt hat einen schwarzen BMW, der praktisch keine Kratzer kriegt, auch wenn er schon mal von ner Bruecke fliegt oder so. Die boesen fahren Benze (selbst auf den Abdeckhauben der Autos sind riesige Mercedes-Sterne). Clive-Owen-Verschnitt muss sich mal nen Benz ausleihen und damit durch die Gegend heizen, aber dafuer kriegt der Benz auch Schaden (der sogar ganz leicht Plot-Element wird). Aber irgendwie gibt's weniger Jagds und mehr studenlange Hong-Kong-Kung-Fu-Gefuchtel. Der Film ist aber PG-13, baeh. Trotzdem.. ich ward unterhalten. Mehr will ich doch gar nicht.
DEBAGEL: hm. interessiert mich irgendwie auch gaaar nicht. kann mich auch immer weniger fuer hollywood-produktionen begeistern. nachdem ja sogar die gar nicht so arg hollywood typische LOTR2 produktion mich (fast) nur gaehnen liess.
MEINT DER MILKA: Naja, gerade LOTR2 find ich eher sehr hollywoodisch - muss halt wg. grossem
Budget ein grosses Publikum ansprechen ---
UNTERBRICHT DER BAGEL: war er ja auch... hat mir auch nicht gerade gefallen.
FAEHRT MILKA FORT: Was erwartest du. Scorsese ist ja traditionell eigentlich viel weniger hollywoodoes. I mean, Taxi Driver, Goodfellas, etc... er hat schon ein paar krass gute Filme gemacht, und eben auch nicht so konventionelle. Kundun, anyone?
Gut... allein schon wegen Leonardo diConvertible ist die ganze Produktion etwas vorhersehbarer... trotzdem. Unterhaltsam.
DEBAGEL: na den wiederum wuerd ich schon ganz gern sehen. immerhin edward norton. und zumindest kann man spike lee nicht nachsagen dass er normale filme macht. aber eigentlich so richtig gespannt bin ich nur auf adaptation zur zeit.
MEINT DER MILKA: Adaption ist geil. Aber 25th fand ich gut, und je laenger ich drueber nachdenke, umso besser finde ich ihn. Inzwischen find ich sogar die langwierigen Szenen gut... und auch den Schluss. Eigentlich ist der ziemlich genial.
Edward Norton ist wie immer brilliant, aber auch Spike Lee ist erstaunlich krass. Wie gesagt, er macht echt keinen Quatsch wie sonst immer. Nur leider ist der Cast fast ausschliesslich weiss, auch extrem unspikisch. Aber dafuer sehr guter Cast (Barry Pepper, Philip Seymour Hoffman, Brian Cox). Uebrigens der erste Film, der Post-WTC sehr blatant zeigt und auch als Symbol fuer die Charaktere benutzt (z.B. Edward Norton... lebt in Groessenwahn und Gier, bis ein GAU in seinem Leben passiert und er jetzt die Konsequenzen auf dem Tisch hat und zusieht, wie er mit dem Rest von seinem Leben zurechtkommt).
DEBAGEL: halt spielberg. was erwartet man da noch. ich jedenfalls nichts.
MEINT DER MILKA: Schon. Aber der ist wirklich sehr bland.
MEINT DER BAGEL: tolle beschreibung aber wie erklaere ich BLAND einem nicht englisch-maechtigen. mir ist keine gute uebersetzung eingefallen.
DEBAGEL: wuerd ich ja gerne. wird aber wohl noch dauern. bin arg gespannt.
DEBAGEL: will auch unbedingt sehen. schon sehr gespannt drauf.
1. Ben Affleck suckt immer noch.
DEBAGEL: huch, jetzt bin ich aber arg ueberrascht. kann den kerl aber auch gar
nicht leiden. In Dogma fand ich ihn glaub ich noch am ertraeglichsten
auch wenn ich den film arschlangweilig fand. aber da spielt er ja auch
so ne art arschloch oder so...
2. Der Film ist ja eigentlich ganz witzig und ziemlich im Superhelden-Stil, den wir ja gerade haben. Wie Spider-Man.
3. Nur fehlt die Coolness von Sam Raimi.
DEBAGEL: ahem. vor Spider-man haette ich dem letzten satz zugestimmt. seitdem
kann mich raimi mal sonstwas. hasse spider-man. den film. die comics
hab ich sogar mal 2 monate lang gelesen.
4. Stellenweise ist der Film ultra-albern. Am schlimmsten wahrscheinlich die Stelle, an der Ben Affleck mit dem Love Interest kaempft (wie du ausm Trailer gesehen hast). Ist im Film wesentlich schlimmer. Ja, schlimmer.
DEBAGEL: sowas. ich glaube den richtigen trailer hab ich gar nicht gesehen, nur
irgendwelche teaser. dann muss ich das wohl mal nachholen um die
albernheit wenigstens im ansatz zu erkennen.
5. Colin Farrell beginnt zu rulen. Ich fand ihn ja immer nur reichlich laestig (Recruit und so), aber hier ist er der einzig richtig coole Schauspieler (neben Michael Clarke Duncan natuerlich). Er sieht echt in jedem Film anders aus. So wie Edward Norton.
DEBAGEL: ja, das ist eine coole eigenschaft bei schauspielern. die anderen
muessen halt auch eher damit leben in ihrem schauspieler-dasein immer
wieder den selben kram spielen zu muessen.
6. Nebenbei schrammt er arg an der R-rated-Marke vorbei. Das find ich wieder ganz gut.
7. PLASTIK!
8. Oh, ich sehs gerade in der IMDB. Anfangs war er R-rated. Merkt man.
9. Hm.. dieser siebte-Sinn-Dingens hat ja eigentlich Potential. Und hammse auch teilweise nett ausgenutzt. Die erste Szene, in der Daredevil erblindet und seinen Radar-Sinn entdeckt ist sehr nett gemacht. Und das beste: Es ist ein Flashback mit Daredevil als Junge, d.h. man muss nicht Ben Afflecks Visage bei dieser Szene ertragen.
10. Typische Superhelden-Probleme: Held kriegt auffe Fresse und mit Messern in die Schulter gestochen und was nicht alles, und drei Schnitte spaeter kloppt er sich wieder lustig mit den Boesen rum.
DEBAGEL: das kann man aber auch mehr oder auch weniger geschickt machen. siehe
zb. Bruce Willis Filme. da ists ok finde ich. obwohl er nichtmal ein
superheld ist.
11. Warum kann man eigentlich 10 Meter in die Luft springen, sobald man ein albernes Kostuem anhat?
DEBAGEL: hmmmm. vleicht sollte ich doch mal ein bischen kohle investieren in
klamotten. wenn ich dadurch nicht nur cool aussehen und bei
superheldinnen ankomme sondern auch noch fast unverwundbar werde und
ganz hoch springen kann...
12. Das wars.
Ich bin also mit den richtigen Erwartungen reingegangen - ich wollte keinen Film sehen, sondern ne Kamerauebung.
Naja, aber selbst das war nicht besonders (ich hatte wohl etwas auf Panic Room-Niveau erwartet. Aah, David Fincher). War zwar schon teilweise interessant ausgeleuchtet und bekamerat, aber im Grossen und Ganzen eher konventionell (oh, und einige boom-mikes im Bild too).
Es war erstaunlich: Man sieht, dass von der direction viel abhaengt. Schauspieler, die an sich gar nicht mal so schlecht sind, bringen auch Sachen, die man vielleicht noch sagen koennte ("shit! I got a ticket!") voellig unglaubwuerdig und wahllos rueber.
Okay, die Story war hanebuechern und der ganze Plot eine gequirlte Scheisse. Aber immer kam mir wieder die Frage auf: Was muss in einem vorgehen, um so einen Film zu machen? Wie koennte man sich possibly so einen Dreck ausdenken? Was in aller Welt bewegt Menschen dazu, sowas auf die Beine zustellen?
Ich bin fassungslos. Naja, der Film ist sehr deutsch - in den Credits gibts endlos deutsche Namen, es gibt auch zwei deutsche Charaktere, die perfekt Deutsch sprechen (denn sie sind deutsch, duh), einige special f/x sind vom Werk. Da hab ich ja meinen Suendenbock. Aber der Regisseur ist nicht deutsch und er ist schuld. Er und der Drehbuchschreiber, ach, verflucht sei seine Seele.
Nachdem Barbershop ausverkauft war musste ich mich entscheiden zwischen Feardotcom und Swimfan - beide wurden schlechtgemacht - aber da hab ich doch eher den R-rated Film gewaehlt. Uuuh. Holla. Boah. Huelfe. Dieser Film zeigt echt die tiefsten Aengst auf. Zum Fuerchten, der Film.
Aber er ist konsequent: Bis zur letzten Szene kam immer wieder die Frage auf... was um aller Welt sollte das jetzt schon wieder?
Letzte Szene (ich verrats dir einfach, ist eh nichtssagend).. nachdem alle boesen tot sind und die meisten guten auch, ist die Heldin wieder zu Haus im Bett und pennt. Das Telefon klingelt. Sie geht ran. Es macht krskrskrs. Sie guckt komisch und legt auf. Das wars. Ja. Was um aller Welt sollte das jetzt schon wieder?
Soviele Details, die ich vorbringen koennte... hach, was ein Film. Da kann ich mich noch tagelang drueber aufregen.. tss..... ich sollte mehrere Accounts bei der IMDB aufmachen und mehrere "1" verteilen, um meine Stimme etwas zu verdeutlichen. Sowas aber auch.
DEBAGEL: cool. hab mir grade Fast and the Furious und xXx gezogen in der Hoffnung viel lachen zu koennen. na dann schau ich mir die beiden bei naechster gelegenheit mal an.
MEINT DER MILKA: Also xXx fand ich echt nett... Vin Diesel ist irgendwie lustig. "James Bond with an attitude", das passt. Also wie gesagt. Ich fand den Film sehr ertraeglich.
Togal. FD2 rulet. Ich wollte zwar unbedingt noch Teil 1 sehen, bevor ich in die Fortsetzung gehe, aber alle Videotheken haben den gerade ausgeliehen. Hmpflsx.
BAGEL: echt? erstaunlich. ich fand ja den ersten fuers genre noch recht gut.
unterhaltsam, nicht so abgegriffen. also die story war jetzt nicht das originellste vom originellen aber gut umgesetzt und eigentlich alle klischees umschifft.
Auf jeden Fall hab ich mich koestlich amuesiert. Es war sicherlich auch gut, dass ich kurz vorher Happy Tree Friends entdeckt habe. Praktisch als Einstimmung. Wirklich wunderschoen kompromisslose Gewalt und Gemeinheit. Macht sehr Spass, der Film. Vor allem wirkt nichts irgendwie gestellt oder dumm wie bei herkoemmlichen Horrorfilmen. Sehr schoene Regie, es ist einfach alles sehr glatt und nicht bloss auf die (wirklich wunderschoenen) Todesszenen fixiert. Gefaellt.
Ich bin platt. Der Film ist wirklich, wirklich gut. Vor allem hatte ich wirklich schlimmes erwartet. Und ich bin echt erstaunt. Der Film ist sehr gut.
Sehen wirs mal so. Ich hatte den Trailer gesehen. Ich weiss, dass der Film von Alan Parker ist. Und ein paar Pre-Kommentare hatte ich auch gelesen. Hier waren meine Eindruecke (du hattest wahrsch dieselben, falls du den Trailer gesehen hast und Birdy kennst):
- Es geht um Kevin Spacey. Ein lieber, unbescholtener, intelligenter Kerl, der gegen die Todesstrafe ist.
- Kevin Spacey wird von boesen Leuten reingelegt, was ihn auf death row bringt. Das waren bestimmt die boesen Republikaner.
- Kate Winslet und Zack werden beauftragt, ihn zu interviewen. Die beiden moegen sich anfangs nicht, aber am Ende vertragen sie sich ganz toll.
- Kate Winslet glaubt anfangs nicht an Kevin Spacey's Unschuld, ist am Ende aber davon ueberzeugt.
- Natuerlich sprechen alle Fakten gegen Kevin Spacey, aber Kate Winslet und Zack suchen unbeirrt nach der Wahrheit und finden sie.
- Trotzdem rennt die Zeit gegen die beiden, und es sieht ganz so aus, als wuerde Kevin Spacey trotzdem hingerichtet werden.
- In letzter Sekunde finden Kate und Zack den entscheidenden Beweis. Damit rennen sie in einer dramatischen Szene zu jemanden, der was zu sagen hat. Der sieht den Beweis und bricht in letzter Sekunde die Hinrichtung entgegen aller Richtlinien und Gesetze ab.
- Das ganze natuerlich in Unmengen von Schmalz und Traenendruesigkeit.
- Der Staat von Texas sieht ein, dass die Todesstrafe doch nicht so doll ist und beschliesst eine Gesetzaenderung.
Okay.. das war mein Eindruck, das habe ich erwartet. Nun kann ich dir berichten, dass mindestens zwei der Punkte, die ich oben erwaehnt habe, im Film nicht stattfinden. Ums dir nicht zu ruinieren, sag ich dir nicht, welche.
ANMERKUNG: Nach etwas Ueberdenken ist der Film nicht soo toll. Trotzdem war ich einfach sehr positiv ueberrascht.
bin ja nich so'n Bond-Fan, aber DOD ist eigentlich echt nett. Rasant und witzig. Und Bond ist endlich wieder mal etwas zackiger drauf. Viel PG-13-Innuendo.
DEBAGEL: ist seit laengerem mal wieder einer den ich sehen will. hab ja ein paar verpasst in der zwischenzeit und die die ich nicht verpasst hab hab ich bereut. aber dieser sah mal wieder nach ein bischen unrealistischer action und evtl. sogar witz aus. der trailer war zwar scheisse gemacht aber die szenen vielversprechend. was ich an den alten bonds u.a. mag ist grade das die plaene der baddies (und ihre behausungen und lebensstil) so unrealistisch waren und auch die gadgets von bond. ist in letzter zeit alles viel zu realistisch geworden.
Interessant fand ich uebrigens die Intro-Montage, in der Bond 14 Monate lang in Nordkorea gefoltert wird. Man sieht halt im Hintergrund Bilder, entweder gerendert oder mit Riesen-FX stark verfuzzelt, recht elektronische Musik von Madonna, und dazu die title cards in wirklich sehr altbackenem Font und ganz altbackenem Schatten ganz primitiv ein- und ausgeblendet, aus sehr altbacken gesetzt. Interessanter Kontrast. Sagt als Titel sogar... "IAN FLEMNING'S JAMES BOND 007".
DEBAGEL: hm hm... aha. ein reviewer auf hollywoodbitchslap schrieb was in dem sinne das selbst bond den introsong von madonna nur knapp ueberlebt haette ;-) er mochte den film nicht.
Ansonsten sehr nett und handfest. Nur eine Sequenz, in der er mit Fallschirm ueber ein Eismeer braust, ist soooo schlecht gerendert dass das schon sehr lachhaft ist. Naja, togal.
Ich hab echt kaum gelacht. Oh, und das Publikum. Es ist ein PG-Film. Hiiilfe. Ich fand ja Signs mit PG-13 schon nervig genug, aber PG ist echt schlimm. Dachte, Dana Carvey ist inzwischen cool, aber nein, das war ja alles soooo albern.
Aber immerhin - jetzt, wo ich nen relativ aktuellen Vergleich hatte, ist mir doch ein Vorteil von DLP aufgefallen - das Bild bei der Digitalprojektion war absolut ruhig, waerend bei der Filmprojektion das Bild staendig hin- und hergezuckelt ist.
Naja. Soweit erstmal.
Selbst Tom Hanks ist anfangs nicht scheisse, weil er mit seinem aufgepappten Bart nicht aussieht wie Tom Hanks. Nur spaeter erkennt man ihn doch wieder, und dann ist er halt wieder Tom Hanks.
Random thoughts... also Sam Mendes ist wieder sehr gut. Gute Atmosphaere, und viele Szenen, in denen nicht geredet wird. Gefaellt. Es gibt auch hier wieder keine doofen Klischee-Szenen, die nicht not tun. Und eeeendlich wieder mal ein R-Rated Film... in letzter Zeit gab's nur PG-13, und da spuert man foermlich, wie sich die Leute zurueckhalten muessen was Blut und fuck angeht.
Aaber. Das Drehbuch - ist eben nicht Alan Ball. Ist zwar nett und alles, aber doch nicht eben tiefgruendig oder ausgefallen. Das unglaublich konsistente und insightful Drehbuch war das Herzstueck von American Beauty, und das fehlt einfach. Am Ende hab ich verzweifelt nach nem Sinn oder sowas gesucht. Die Musik von Thomas Newman ist anfangs wieder sehr geil, aber am Ende wirds immer mehr einfach nur ein reprise von seinen Green Mile/American Beauty-Stuecken. Und irgendwie ist die Musik omnipraesent - das faellt richtig auf. Staaeendig Musik, es fehlen stille Momente.
Tja. Was soll ich sagen. Ist einfach ein mittelmaessiges Drehbuch gut umgesetzt. Nette Unterhaltung. Teilweise beeindruckend schoene Bilder. Zieh ihn dir und schau ihn dir an...
Zur Musik: Jaaa.. der Anfang... sehr schoene Aufnahmen, und dabei eine erfrischend neue Musik von Thomas Newman. Klingt nach einem armenischen Doudouk.
Zieh dir mal "Road To Perdition - Rock Island, 1931" mit deinem Lieblings-P2P-Tool. Da hatte ich noch allerhoechsten Hoffnungen in den Film.
Der Rest der Musik ist wirklich wesentlich .... gewohnter.
Roger Ebert hat auch nen coolen Review geschrieben.
Die meisten werden bei Solaris wohl einschlafen, aber ich fand ihn cool.
DEBAGEL: war das nicht der mit der minimal rolle von til schweiger? uaaah.
MEINT DER MILKA: Ja, aber das war noch nicht mal das schlimmste am Film (Til hat immerhin nicht einen einzigen Satz sagen muessen).
aber Training Day war schon ziemlich geil, auch wenn du ihn straeflicherweise gemieden hast ob deiner angeborenen Antipathie wider Denzel Washington. Solltest dir Training Day mal angucken. Togal.
DEBAGEL: hab ich ja. hab ihn mir mal irgendwo angesehen, weiss auch nicht mehr wo. auf jeden fall kommt er auf amerikanisch schon mal um einiges ertraeglicher. und manche sachen mochte ich auch an dem film. zb. die beschraenkung der handlung auf 24h... und ja, atmosphaere ist spuerbar gut in diesem film.
MEINT MILKA: ... aber nur am Schluss wirds dann doch wieder etwas schlonzig. Und natuerlich braucht man eine Zuneigung zu Filmen dieser Art. Los Angeles, South Central, etc.
MEINT DER BAGEL: jo... die affinitaet geht mir etwas ab. was nicht heisst das ich es gar nicht mag.
TOTS' Hauptrolle spielt Bruce Willis. Seine Performance laesst sich mit einem Wort wunderbar ausdruecken: Unsmiling.
DEBAGEL: so weit so gut.
Im ganzen Film laechelt er nicht ein einziges Mal. Und das finde ich an diesem Film wirklich sehr gut: Er ist konsequent ernst. Die Stimmung ist sehr dicht, das hat Fuqua schon ganz geil drauf (das hat mir schon seinerzeit bei Training Day nicht schlecht gefallen, aber hier ist das noch tausendmal besser. Liegt daran, dass es die Werkzeuge einfach hergeben: Ewigst grimmig dreinblickender Bruce Willis, eigentlich gucken alle staendig sauer, es regnet ziemlich oft, das ganze in den Waeldern von Nigeria, und dazu wirklich absolut brilliante Musik von Hans Zimmer. Der Mann ist die Macht. Ach, nicht zu vergessen das notwendige R-Rating.
DEBAGEL: hoert sich ja nach hartem tobak an. worum geht es eigentlich? bin nicht so ganz auf dem laufenden zurzeit was releases angeht.
MEINT MILKA: Simpler Plot: Stress in Nigeria. Willis' Mission ist es, eine halb-Amerikanerin aus Nigeria zu holen, denn Rebellen durchkaemmen das Gebiet und machen so ziemlich alles platt, was ihnen vor die Flinte kommt.
Naja, die gute arbeitet in einer Mission und geht nicht ohne die 20 Leute aus der Mission. Das findet Willis nicht toll aber sie will halt und naja dann gehen se halt. Sie latschen zum pick-up Punkt, wo die Hubschraubers warten. Da tut Bruce Willis die Frau in den Hubschrauber und seine Jungs auch und laesst die 20 austauschbaren Leute aus der Mission stehen, wo sie mit grossen Augen um Publikumsemotionen betteln, waehrend die Hubschraubers wegfliegen. Als sie dann fliegen, sehen sie ein zermetzeltes Dorf, und Bruce Willis entwickelt ploetzlich Gefuehle und fliegt zurueck, um die 20 austauschbaren namenlosen Schauspieler zu retten. Aber dann koennen keine weiteren Hubschraubers mehr geschickt werden weil viel Gegenwehr und so, und von daher muss Bruce Willis halt mit seinen Maennern und 20 austauschbaren Namenlosen zu Fuss nach Kamerun wandern.
MEINT DER BAGEL: hey, jetzt wo du es erzaehlst kommt es mir superbekannt vor. also den trailer hab ich definitiv schon vor laengerer zeit mal gesehen. der hat die story auch eigentlich schon relativ komplett wiedergegeben.
Die erste Haelfte vom Film fand ich wirklich sehr dicht, aber am Ende verliert er sich dann doch wieder a bissl und wird konventioneller. Vor allem drueckt Fuqua teilweise zuviel auf die Emotionsdruese.
DEBAGEL: ih baeh... also lieber rechtzeitig den saal verlassen?
MEINT MILKA: Allerdings. Denn gegen Ende werden Bruce Willis' Maenners immer unverwundbarer und entwickeln eine erstaunliche Resistenz gegen Blei.
MEINT DER BAGEL: ach, das alte problem. aber dafuer ist ja gerade willis sehr anfaellig wenn man so seine filmkarriere betrachtet. nur das es mal mehr und mal weniger stoert.
MEINT MILKA: Also eine Metzelszene fand ich sehr gut inszeniert - die is ja auch mitten im Film. Bruce + Leute snipen ein Dorf, wo Rebellen gerade die Einwohner wahlweise rapen und/oder morden. Die Stimmung ist wunderbar duester, und man spuert praktisch die Wut, die Bruce's Leute auf die Rebellen haben. Es ist
wirklich nicht so ein geil-harhar-Blutdurst-Gemetzel, sondern einfach nur das Team, das wuetend die Rebellen bestraft. Erwaehnte ich, dass die Musik von Hans Zimmer ist? Sowas ist praktisch ein Freibrief fuer Atmosphaere.
Naja, die Rebellen sind gesichtslos boese fiese Leute. Aber dafuer sind Bruce Willis' Leute auch wiederum gesichtslos liebe, freundliche Leute. Gleicht sich also aus. Hmm. Naja.
Am Schluss kamen dann doch nur 6 von 10 Punkten raus. Trotzdem unterhaltsam.
DEBAGEL: wow. das sind jetzt ueberraschend wenig nach all dem lob. dann muss das ende ja wirklich die sache ziemlich runterziehen. sehr schade.
MEINT MILKA: Ja, ist echt nicht fein, denn der Film hat Potential, aber er hat einfach zuviel Quatsch (gerade am Schluss), um meine Gunst zu erquicken. Wenn man das rausschneiden wuerde, waers sehr krass. Sollte ich mal machen. DVD holen und das Ende ein wenig verdunkeln.
MEINT DER BAGEL: und dann an den regisseur schicken... hehe... hands-on-filmkritik. da kann einem keiner mehr den vorwurf machen man noergle nur rum und macht es selbst nicht besser... das waere echt cool.
Als anfangs die Kamera total rumgezuckelt hab, dachte ich, dass das halt die "hektische Sequenz am Anfang" wird... aber nee... den gaaanzen Film durch wackelt die Kamera wie doof und ist voellig unruhig. Aber irgendwie geil. Die Charaktere sind witzig, aber am besten ist irgendwie Thandie Newton, die voellig unbeholfen durch den Film stolpert und alle fuenf Minuten "huch" sagt... sehr geil. Hab mich teilweise sehr amuesiert.
z.B. im Trailer, wenn Tim Robbins "buh" sagt... sagt er echt total ohne Zweck, einfach nur, damit sie ihre "huch"-Quota erfuellt.
Frage mich, wo die die ganzen ruhigen Aufnahmen aus dem Trailer herhaben... wahrscheinlich extra fuer den Trailer geschossen oder so.
Am Schluss wirds traditionell nicht mehr so doll... trotzdem hat er mir gefallen. Ob er dir gefaellt, keine Ahnung, aber das ist ja immer so ein Riesenproblem mit dir...
Irgendwann, viel spaeter dann, fragt der Milka: Haste endlich Undercover Brother gesehen?
DEBAGEL: jepp, vorgestern. fing saugeil an, haben viel gelacht aber ist gegen ende irgendwie immer mehr abgeflacht. alles in allem schon ein ansehnlicher film und er haette echt VIEL schlimmer sein koennen. aber ich werde nicht in den laden rennen und die dvd kaufen wenn sie rauskommt.
MEINT DER MILKA: Naja, ist auch sehr ne Sache, wie man ihn sieht: Also in deutsch denke ich mal kann man ihn sowieso vergessen. Im Kino sehen ist geil, vor allem dann, wenn viele Schwarze im Kino sitzen, die am Anfang auch mitsingen und so. Ultra-Atmosphaere. Geil!
Natuerlich hat er mir wunderbar vom Thema her gefallen... aber auch so find ich ihn gut. Verliert sich nicht in ploetzlich herbeigeholten Tiefgaengen, ist von Anfang bis Ende ziemlich witzig (je nach Humor-Geschmack, logo), und macht Weisse wie Schwarze von Anfang bis Ende nach allen Klischees fertig. Herrlich. Und siehste mal: Dank i'kon konntest du gleich was mit dem "Colored People's Time"-Gag was anfangen :-)
DANN DER BAGEL: haben ihn auf englisch VCD gesehen. ist ja noch gar nicht im kino hier. war ne lustige version, qualitativ recht gut aber irgendwie nicht gecropt, jedenfalls staendig das mikro im bild. kann mir schon vorstellen das der film mit ein paar mehr schwarzen im publikum (bei uns war nur einer, giri, und der ist ja mehr schwabe als schwarzer) der film richtig gut kommt. auf deutsch will ich den film ja auf keinen fall sehen... buah... hilfe... deutschbiederes publikum, schlechte synchro, ein desaster, nein, ein debakel.
Paul Thomas Anderson rulet ja sowieso. Boogie Nights. Magnolia. Aber PDL ist kuerzer und dadurch weniger langatmig.. und von der Kamera lustig experimentell. Sehr krasses framing. Allein der allererste shot ist ultra. Oft sehr gewagtes Licht. Und endlich mal eine Rolle, in der ich Adam Sandler richtig lustig und nicht laestig finde. Und Philip Seymour Hoffmann sieht endlich mal cool aus.
Sollte man im Kino sehen. Wirkt besser.
DEBAGEL: war mir voelligst unsicher ob ich den film sehen sollte. ok, regisseur
sehr interessant, adam sandler ganz uebel (ausser vleicht noch happy
gilmore)
also vielen dank fuer die entscheidungshilfe, jetzt muss ich nur noch rausfinden wann der film hier auch mal anlaeuft.
DEBAGEL: allerdings. (sowas, jetzt wo ich weiss das du meine antwortmails mitveroeffentlichst kann ich erstmal gar nicht unbefangen antworten)
Frage: Kann man nen ganzen Film (auch wenn bloss 80 Minuten) nur in einer Telefonzelle spielen lassen? Ich hab ja ehrlich gesagt Joel Schumacher fast aufgegeben. Noch nicht ganz - Falling Down ist einfach zu meisterhaft, um Joel Schumacher dauerhaft zu vermiesen. Aber trotzdem hat er ne Menge gequirlte Scheisse gemacht. Tigerland? 8mm? Batman & Robin??? Kommentar ueberfluessig.
Oh, da seh ich gerade ein Kommentar auf IMDB: "Schumacher finds the right material at last!" Was soll ich sagen? Stimmt aufs Wort. Der Film ist geil. Und das heftigste: Superbillig. $10 Millionen, trotz Colin Farrell, Kiefer Sutherland (der allerdings ausser seiner Stimme dem Film nur 2 Minuten screen time spendet), vor allem Forest Whitaker. Praktisch der ganze Film ist um einer Telefonzelle herum (und ganze zwei Musiktitel wurden lizenziert).
DEBAGEL: hab in letzter zeit ziemlich viele dokus und kurzfilme gesehen und es ist eigentlich wirklich schoen zu wissen das man heute auch mit wenig geld (wobei ja $10m in meiner Welt nicht wenig ist) wirklich gute und auch relevante sachen machen kann. wenn es halt nicht an der idee mangelt.
Der Trailer kuendigt ja klipp und klar an, worums geht -- Colin ist in der Telefonzelle, Kiefer Sutherland als unbekannter Boeser ruft ihn an, hat ein sniper rifle, mit dem er Stu zwingt, in der Zelle zu bleiben, waehrend draussen ein Riesenaufgebot von Polizei, Nachrichtensender (und noch Colin's Frau und seine Geliebte) rumhampelt. Der Film verliert sich nicht - wie gesagt, sind ja auch nur 80 Minuten. Am Ende fast doch ein wenig - aber eigentlich nicht.
DEBAGEL: haette nicht gedacht das filme unter 90 mins ueberhaupt noch einen verleih finden. aber zu jedem trend gibt es ja auch irgendwann wieder einen gegentrend. haette gerne mal eine statistik der letzten 100 jahre ueber die durchschnittliche filmlaenge...
Wenn man sich mit Waffen etwas auskennt, wird etwas Spannung weggenommen. Trotzdem war das jetzt nicht killend fuer den Film.
DEBAGEL: na da bin ich aber mal gespannt. wenn ich den film dann mal in ein paar monaten auch sehen darf kannst du mir ja danach erklaeren was du damit meinst.
Ach je... und dann vergass ich ja fast noch die effektvolle Benutzung von split-screen. Andauernd mal picture-in-picture oder split-screen. Sehr schoen gemacht.
Auf jeden Fall: Gucken, gucken, gucken. Kiefer Sutherland ist fies wie eh und je, und die Dialoge und Situationen sind stellenweise herrlich. Und immer wieder gibt's neue Spannung, und immer wieder ein neues "ach du Scheisse!", und das ganze, ohne dass es sonderlich konstruiert wirkt. Und der Schluss? Verrat ich mal nicht, nur soviel: "Nicht mainstream".
DEBAGEL: "Nicht mainstream" heisst ja bei dir meist "Unhappy End". Aber fuer wen?